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Methode

Radiowellen breiten sich, mal abgesehen von Beugungseffekten, geradlinig aus. Das heißt, wenn sich der Sender hinter einem Hindernis befindet (zum Beispiel aufgrund der Erdkrümmung unterhalb des Horizontes) trifft die Radiostrahlung den Empfänger nicht. Im Kurzwellenrundfunk kann man allerdings Sender auch unterhalb der direkten Sichtverbindung empfangen. Dies deshalb, weil die Radiowellen an der Ionosphäre reflektiert werden. In bestimmten Frequenzbereichen geht dies jedoch nur am Tag, weil nur dann die Ionosphäre durch die Sonnenstrahlung in den richtigen Zustand gebracht wird. In der Nacht werden die Radiowellen nicht, oder weniger effektiv reflektiert – es sei denn, sie treffen auf ein geeignetes Objekt. Dieses Objekt kann ein Meteor oder z.B. auch ein Flugzeug sein.

Bild: Am Tag werden die Radiowellen von der sogenannten F-Schicht der Ionosphäre (und von Meteoren) reflektiert. In der Nacht verschwindet die F-Schicht fast vollständig. Die Reflexion der Radiowellen erfolgt nur an den Meteoren.

Es sollte also möglich sein, wenn man die Frequenz eines Senders, der sich unterhalb des Horizontes befindet, an seinem Empfänger einstellt, für kurze Zeit den Sender zu hören, wenn ein Meteor an geeigneter Stelle in die Erdatmosphäre eindringt.

Außerdem ist zu erwarten, dass sich die Frequenz des Radiosignals leicht gegenüber dem Nominalwert verändert. Dies liegt daran, dass sich das reflektierende Objekt schnell bewegt. Es tritt ein Dopplereffekt, ähnlich dem akustischen Gegenstück des sich bewegenden Martinshornes auf.

Wie groß wird dieser Effekt denn sein? Nun, wenn das Objekt ein Flugzeug ist, das mit, sagen wir 1000km/h fliegt so ist dies ein Bruchteil von 1000km/h / 300000km/Sekunde (Lichtgeschwindigkeit). Dies sind etwa 1/1.000.000. Die Frequenz des Radiosenders, den ich beobachtet habe liegt im Bereich von 17MHz (Megahertz = Millionen Hertz). Das gibt also eine Verschiebung von maximal etwa 17Hz (Die Verschiebung hängt allerdings auch vom Winkel zwischen Sender, Flugzeug und Empfänger ab).